Kultur- und Jugendzentrum im Bestand

Das längliche Hauptgebäude auf dem Gelände der „Zichorienfabrik“ in Günzburg wurde 1931 errichtet und bis 1977 durch diverse An- und Umbauten immer wieder verändert. Ein weiteres Lagergebäude im Osten und eine Scheune für Fahrzeuge westlich des Hauptgebäudes ergänzen das Areal zu einem ungeordneten und chaotischem Fabrikgelände.


Der Umbau in ein modernes Kultur- und Jugendzentrum soll genau das Gegenteil erzielen. Die Gebäude auf dem Areal werden durch ein ganzheitliches Gestaltungskonzept vereint, welches flexibel auf die unterschiedlichen Gebäudetypen reagiert und gleichzeitig den Charakter der alten Bestandsgebäude erhält.

Kultur- und Jugendzentrum im Bestand

Das längliche Hauptgebäude auf dem Gelände der „Zichorienfabrik“ in Günzburg wurde 1931 errichtet und bis 1977 durch diverse An- und Umbauten immer wieder verändert. Ein weiteres Lagergebäude im Osten und eine Scheune für Fahrzeuge westlich des Hauptgebäudes ergänzen das Areal zu einem ungeordneten und chaotischem Fabrikgelände.


Der Umbau in ein modernes Kultur- und Jugendzentrum soll genau das Gegenteil erzielen. Die Gebäude auf dem Areal werden durch ein ganzheitliches Gestaltungskonzept vereint, welches flexibel auf die unterschiedlichen Gebäudetypen reagiert und gleichzeitig den Charakter der alten Bestandsgebäude erhält.

Hauptgebäude

Während die maroden und verschimmelten Bauteile im Inneren des Hauptgebäudes entfernt werden, bleiben die massiven Bauteile, mit hohem Anteil an grauer Energie erhalten. Die alten Holzbalkendecken mit niedriger Raumhöhe werden abgebrochen. Zwischen die bestehenden Außenwände wird eine neue, tragende Holzkonstruktion errichtet, in der die neuen Räume angeordnet werden. So finden in dem 60m langen Gebäude ein Makerspace mit Werkstätten, Büros zur Verwaltung und eine Musikschule ihren neuen Platz. Eine Innendämmung aus Stroh, verputzt mit Lehm, verbessert die energetische Effizienz des alten Bestands. Verkleidet wird die neue Satteldachkonstruktion mit einer hinterlüfteten Stehfalzfassade aus verzinktem Blech. Um von Außen eine klare Unterscheidung zwischen Neuem und Altem zu schaffen, werden die alten Bauteile mit einer weißen Putzschlämme versehen, die die Struktur der massiven Ziegelwände erkennbar lässt.

 

Restaurant

Im Gegensatz zum länglichen Hauptgebäude bleiben im östlichen liegenden Lagerhaus nicht nur die bestehenden Außenwände erhalten, sondern auch der alte Pfettendachstuhl. Das Gebäude wird in ein Restaurant über 2 Etagen umgenutzt und mit einer Innendämmung energetisch erneuert. Mit dem gleichen Gestaltungskonzept wie beim Hauptgebäude bekommt der Dachstuhl einen neuen Schutz vor Witterung und wird mit einem verzinkten Stehfalzblech verkleidet. Auch hier werden die kaputten Putzflächen entfernt und durch eine weiße Schlämme ersetzt.

 

Veranstaltungssaal mit Jugendzentrum

Die ehemalige Scheune, welche früher der Überdachung von größeren Fahrzeugen diente, kann aufgrund der schlechten Bausubstanz und den heutigen Brandschutzbestimmungen nicht umgenutzt werden. Die alte Fahrzeughalle wird somit durch einen Neubau ersetzt, der das 3-Gespann aus Hauptgebäude, Restaurant und Veranstaltungssaal mit Jugendzentrum vervollständigt. Der Neubau nutz die prominente Lage der Scheune und fasst das Areal zu einem gemeinsamen Innenhof. Nach dem gleichen Prinzip besteht auch hier die tragende Konstruktion aus Holzrahmen in Form eines Satteldachs, welche mit einer Stehfalzfassade verkleidet wird, um sich in das neue Bild des Areals einzufügen.

Innenhof

Der von den drei Gebäuden eingefasste Innenhof kann für saisonale Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten, Wochenmärkte oder als Treffpunkt verwendet werden. Er wird mit neu gepflanzten Bäumen ergänzt und erhält eine Kiesoberfläche, welche eine intensive Nutzung ermöglicht.

Hauptgebäude

Während die maroden und verschimmelten Bauteile im Inneren des Hauptgebäudes entfernt werden, bleiben die massiven Bauteile, mit hohem Anteil an grauer Energie erhalten. Die alten Holzbalkendecken mit niedriger Raumhöhe werden abgebrochen. Zwischen die bestehenden Außenwände wird eine neue, tragende Holzkonstruktion errichtet, in der die neuen Räume angeordnet werden. So finden in dem 60m langen Gebäude ein Makerspace mit Werkstätten, Büros zur Verwaltung und eine Musikschule ihren neuen Platz. Eine Innendämmung aus Stroh, verputzt mit Lehm, verbessert die energetische Effizienz des alten Bestands. Verkleidet wird die neue Satteldachkonstruktion mit einer hinterlüfteten Stehfalzfassade aus verzinktem Blech. Um von Außen eine klare Unterscheidung zwischen Neuem und Altem zu schaffen, werden die alten Bauteile mit einer weißen Putzschlämme versehen, die die Struktur der massiven Ziegelwände erkennbar lässt.

 

Restaurant

Im Gegensatz zum länglichen Hauptgebäude bleiben im östlichen liegenden Lagerhaus nicht nur die bestehenden Außenwände erhalten, sondern auch der alte Pfettendachstuhl. Das Gebäude wird in ein Restaurant über 2 Etagen umgenutzt und mit einer Innendämmung energetisch erneuert. Mit dem gleichen Gestaltungskonzept wie beim Hauptgebäude bekommt der Dachstuhl einen neuen Schutz vor Witterung und wird mit einem verzinkten Stehfalzblech verkleidet. Auch hier werden die kaputten Putzflächen entfernt und durch eine weiße Schlämme ersetzt.

 

Veranstaltungssaal mit Jugendzentrum

Die ehemalige Scheune, welche früher der Überdachung von größeren Fahrzeugen diente, kann aufgrund der schlechten Bausubstanz und den heutigen Brandschutzbestimmungen nicht umgenutzt werden. Die alte Fahrzeughalle wird somit durch einen Neubau ersetzt, der das 3-Gespann aus Hauptgebäude, Restaurant und Veranstaltungssaal mit Jugendzentrum vervollständigt. Der Neubau nutz die prominente Lage der Scheune und fasst das Areal zu einem gemeinsamen Innenhof. Nach dem gleichen Prinzip besteht auch hier die tragende Konstruktion aus Holzrahmen in Form eines Satteldachs, welche mit einer Stehfalzfassade verkleidet wird, um sich in das neue Bild des Areals einzufügen.

Innenhof

Der von den drei Gebäuden eingefasste Innenhof kann für saisonale Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten, Wochenmärkte oder als Treffpunkt verwendet werden. Er wird mit neu gepflanzten Bäumen ergänzt und erhält eine Kiesoberfläche, welche eine intensive Nutzung ermöglicht.

Ein zentraler Bestandteil des energetischen Konzepts ist die großflächige Photovoltaikanlage, die in Kombination mit einer Geothermiewärmepumpe eine umweltfreundliche Energiegewinnung ermöglicht. Ergänzend dazu wird im Makerspace auf eine einfache Nachtlüftung gesetzt, die für eine natürliche Kühlung im Sommer sorgt, während in der Eventhalle eine mechanische Lüftung installiert wird, um ein optimales Raumklima bei ausgelasteter Nutzung zu gewährleisten.

Ein zentraler Bestandteil des energetischen Konzepts ist die großflächige Photovoltaikanlage, die in Kombination mit einer Geothermiewärmepumpe eine umweltfreundliche Energiegewinnung ermöglicht. Ergänzend dazu wird im Makerspace auf eine einfache Nachtlüftung gesetzt, die für eine natürliche Kühlung im Sommer sorgt, während in der Eventhalle eine mechanische Lüftung installiert wird, um ein optimales Raumklima bei ausgelasteter Nutzung zu gewährleisten.

Daten zum Projekt


Planung - 2024

Planer - Hendrik Dörflinger, Fabian Strüder

Daten zum Projekt


Planung - 2024

Planer - Hendrik Dörflinger, Fabian Strüder