Eine Schule in der Stadt


Wie plant man eine Schule in der Stadt? Inmitten des großstädtischen Bahnhofviertels von München, ein Viertel, welches sich im Wandel befindet, seinen Charakter verändert und das alte Image „aufpimpen“ möchte. Wettbüros, Spielhöllen und Table-Dance Bars sollen weichen für moderne Arbeitswelten, Ateliers, Büros, Kaffeebars, schöne Hinterhöfe und besondere Traditionsgeschäfte. Genau diese Situation war die Ausgangslage unseres Entwurfs. Ein Anlass dafür etwas Besonderes zu schaffen.

Die Entstehung unseres Konzepts begann somit auch nicht auf dem Grundstück selbst, sondern in der angrenzenden Nachbarschaft. Ein in die Jahre gekommenes, dennoch gut besuchtes Mensa-Gebäude östlich des Grundstücks, die intensiv begrünten Innenhöfe, sowie das leerstehende Laborgebäude im Westen, gaben uns Anlass, über ein Konzept nachzudenken, welches sich nicht ab der Grundstückslinie vom Rest der Stadt abgrenzt, sondern wie ein sprießendes Wurzelsystem durch das wandelnde Bahnhofsviertel wächst, und einen urbanen Campus entstehen lässt, der sich bis in die neu aktivierten Hinterhöfe der Nachbarschaft legt und danach schreit, mehr als nur eine klassische Schule im großstädtischen München zu sein.

Eine Schule in der Stadt


Wie plant man eine Schule in der Stadt? Inmitten des großstädtischen Bahnhofviertels von München, ein Viertel, welches sich im Wandel befindet, seinen Charakter verändert und das alte Image „aufpimpen“ möchte. Wettbüros, Spielhöllen und Table-Dance Bars sollen weichen für moderne Arbeitswelten, Ateliers, Büros, Kaffeebars, schöne Hinterhöfe und besondere Traditionsgeschäfte. Genau diese Situation war die Ausgangslage unseres Entwurfs. Ein Anlass dafür etwas Besonderes zu schaffen.

Die Entstehung unseres Konzepts begann somit auch nicht auf dem Grundstück selbst, sondern in der angrenzenden Nachbarschaft. Ein in die Jahre gekommenes, dennoch gut besuchtes Mensa-Gebäude östlich des Grundstücks, die intensiv begrünten Innenhöfe, sowie das leerstehende Laborgebäude im Westen, gaben uns Anlass, über ein Konzept nachzudenken, welches sich nicht ab der Grundstückslinie vom Rest der Stadt abgrenzt, sondern wie ein sprießendes Wurzelsystem durch das wandelnde Bahnhofsviertel wächst, und einen urbanen Campus entstehen lässt, der sich bis in die neu aktivierten Hinterhöfe der Nachbarschaft legt und danach schreit, mehr als nur eine klassische Schule im großstädtischen München zu sein.

Das alte Mensagebäude macht Platz für eine öffentliche Bibliothek, in der sich Schüler und Stadtbewohner bewusst begegnen. Direkt darüber ein neues Sportzentrum, welches auch außerhalb der Schulzeiten für diverse Aktivitäten genutzt werden kann. Prominent am Straßenrand und direkt einsehbar entsteht die neue Mensa, doppelt so groß, wie das Raumprogramm vorschreibt, allerdings doppelt so hoch frequentiert. Das Laborgebäude im Westen verwandelt sich zu einem Studentenwohnheim mit öffentlichen Lernzonen. Dazwischen, der große, südlich orientierte Schulhof, teilüberdacht von den 2 abstehenden Fingern, durch die Multifunktionsflächen entstehen, welche unfassbar kreativ bespielt werden können, sei es der wöchentliche Schulmarkt oder das Freiluftkonzert der Musik-AG am Mittwochabend.


Verbunden wird das Gebäudeensemble über das orangene Band, der Anfang eines neuen Bahnhofviertels, welches wie die Farbe selbst für Lebensfreude, Wärme, Kreativität und Geselligkeit steht. Doch warum sollte das Konzept hier aufhören und nicht noch mehr Teil des komplexen Stadtgefüges sein, in dem Kinder und Jugendliche von diesem lernen können und sich mit der Stadt und den darin befindenden Personen auf eine Art und Weise vernetzen, sodass ganz neue Wege und Möglichkeiten entstehen? So könnte beispielsweise auch das Tanz- oder Yogastudio von nebenan, der türkische Übersetzer an der Kreuzung, sowie der Bäcker zwei Straßen weiter, der Steuerberater im 5. OG des Nachbargebäudes oder der Innenhof vom Krankenhaus am Konzept des städtischen Campus teilhaben, indem diese symbolisch mit der Lernpromenade verbunden werden und Angebote schaffen, die weit über das Programm innerhalb der Schule hinausreichen. Dadurch entsteht ein wahnsinnig transparentes und flexibles System, welches je nach Bedarf erweitert oder verändert werden kann und das ganz ohne großen, baulichen Aufwand

Das alte Mensagebäude macht Platz für eine öffentliche Bibliothek, in der sich Schüler und Stadtbewohner bewusst begegnen. Direkt darüber ein neues Sportzentrum, welches auch außerhalb der Schulzeiten für diverse Aktivitäten genutzt werden kann. Prominent am Straßenrand und direkt einsehbar entsteht die neue Mensa, doppelt so groß, wie das Raumprogramm vorschreibt, allerdings doppelt so hoch frequentiert. Das Laborgebäude im Westen verwandelt sich zu einem Studentenwohnheim mit öffentlichen Lernzonen. Dazwischen, der große, südlich orientierte Schulhof, teilüberdacht von den 2 abstehenden Fingern, durch die Multifunktionsflächen entstehen, welche unfassbar kreativ bespielt werden können, sei es der wöchentliche Schulmarkt oder das Freiluftkonzert der Musik-AG am Mittwochabend.


Verbunden wird das Gebäudeensemble über das orangene Band, der Anfang eines neuen Bahnhofviertels, welches wie die Farbe selbst für Lebensfreude, Wärme, Kreativität und Geselligkeit steht. Doch warum sollte das Konzept hier aufhören und nicht noch mehr Teil des komplexen Stadtgefüges sein, in dem Kinder und Jugendliche von diesem lernen können und sich mit der Stadt und den darin befindenden Personen auf eine Art und Weise vernetzen, sodass ganz neue Wege und Möglichkeiten entstehen? So könnte beispielsweise auch das Tanz- oder Yogastudio von nebenan, der türkische Übersetzer an der Kreuzung, sowie der Bäcker zwei Straßen weiter, der Steuerberater im 5. OG des Nachbargebäudes oder der Innenhof vom Krankenhaus am Konzept des städtischen Campus teilhaben, indem diese symbolisch mit der Lernpromenade verbunden werden und Angebote schaffen, die weit über das Programm innerhalb der Schule hinausreichen. Dadurch entsteht ein wahnsinnig transparentes und flexibles System, welches je nach Bedarf erweitert oder verändert werden kann und das ganz ohne großen, baulichen Aufwand

Die Obergeschosse gliedern sich in drei zentrale Bereiche, bestehend aus den südlich gelegenen Clustern, die nördlich angeordneten MINT-Fachbereiche, sowie die dazwischenliegende Erschließungs- und Erweiterungszone. Letztere fungiert als kommunikatives Verbindungselement, durchzogen von Sichtachsen, Galerieebenen und großzügigen Sitzstufen, die die einzelnen Cluster und die MINT-Bereiche miteinander verschmelzen lässt. In den nördlichen Gebäudeecken befinden sich zudem kompakt organisierte Sanitärkerne mit unmittelbar angrenzenden Fluchttreppenanlagen.

Die Obergeschosse gliedern sich in drei zentrale Bereiche, bestehend aus den südlich gelegenen Clustern, die nördlich angeordneten MINT-Fachbereiche, sowie die dazwischenliegende Erschließungs- und Erweiterungszone. Letztere fungiert als kommunikatives Verbindungselement, durchzogen von Sichtachsen, Galerieebenen und großzügigen Sitzstufen, die die einzelnen Cluster und die MINT-Bereiche miteinander verschmelzen lässt. In den nördlichen Gebäudeecken befinden sich zudem kompakt organisierte Sanitärkerne mit unmittelbar angrenzenden Fluchttreppenanlagen.

Jedes Cluster verfügt über die im Raumprogramm vorgeschriebenen 3 abtrennbare Klassenzimmer. Diese sind etwas kleiner geplant als ausgeschrieben, da sich die Schüler:innen nach dem gezielten Input der Lehrer:innen im gesamten Cluster verteilen. Dem Bedarf nach individuellem Lernen wird dadurch eine größere Beachtung geschenkt als dem klassischen Frontalunterricht aus den letzten Jahrzenten. Falls gewünscht, ist es dennoch möglich 24 Schüler:innen innerhalb eines Klassenzimmers zu unterrichten. Außerhalb der Klassenzimmer ermöglicht die Skelettkonstruktion eine freie Lernlandschaft, die mithilfe von speziell angefertigter Möblierung und Vorhängen nicht nur auf die jeweiligen Bedürfnisse der Fachbereiche reagieren kann, sondern auch unterschiedlichste Handlungssituationen innerhalb des Schulalltags möglich macht. Unbeobachtetes Chillen hinter den Einzelarbeitsplätzen, Arbeiten am Fenster, Lesen im Regal, Präsentation auf der mobilen Bühne oder Gruppenarbeit an der langen Tafel können hier Teil eines breit gefächerten Lernangebots der Schüler:innen sein. Der direkt einsehbare Teambereich am Anfang des Clusters empfängt die Schüler:innen am Morgen, hält sich allerdings trotzdem „im Rücken“, um keine beobachtende und kontrollierende Rolle einzunehmen. Um frische Luft zu schnappen oder die Pause im Freien zu genießen, eignen sich die Clusterloggien oder die im Süden liegenden Flucht- und Erschließungsbalkone.

Jedes Cluster verfügt über die im Raumprogramm vorgeschriebenen 3 abtrennbare Klassenzimmer. Diese sind etwas kleiner geplant als ausgeschrieben, da sich die Schüler:innen nach dem gezielten Input der Lehrer:innen im gesamten Cluster verteilen. Dem Bedarf nach individuellem Lernen wird dadurch eine größere Beachtung geschenkt als dem klassischen Frontalunterricht aus den letzten Jahrzenten. Falls gewünscht, ist es dennoch möglich 24 Schüler:innen innerhalb eines Klassenzimmers zu unterrichten. Außerhalb der Klassenzimmer ermöglicht die Skelettkonstruktion eine freie Lernlandschaft, die mithilfe von speziell angefertigter Möblierung und Vorhängen nicht nur auf die jeweiligen Bedürfnisse der Fachbereiche reagieren kann, sondern auch unterschiedlichste Handlungssituationen innerhalb des Schulalltags möglich macht. Unbeobachtetes Chillen hinter den Einzelarbeitsplätzen, Arbeiten am Fenster, Lesen im Regal, Präsentation auf der mobilen Bühne oder Gruppenarbeit an der langen Tafel können hier Teil eines breit gefächerten Lernangebots der Schüler:innen sein. Der direkt einsehbare Teambereich am Anfang des Clusters empfängt die Schüler:innen am Morgen, hält sich allerdings trotzdem „im Rücken“, um keine beobachtende und kontrollierende Rolle einzunehmen. Um frische Luft zu schnappen oder die Pause im Freien zu genießen, eignen sich die Clusterloggien oder die im Süden liegenden Flucht- und Erschließungsbalkone.

Parallel zur konzeptionellen Leitidee des orangenen Bands erfüllt die Gebäudefigur weitere zentrale Entwurfsaspekte. Von besonderer Bedeutung waren dabei die Einhaltung angemessener Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden, eine optimale natürliche Belichtung der Innenräume, die Ausblicke aus dem Gebäudeinneren, eine überschaubare Geschossigkeit, die Aufnahme der bestehenden Straßenflucht sowie ein großzügig, südlich orientierter Schulhof und die interne Schulorganisation und Clusteraufteilung

Parallel zur konzeptionellen Leitidee des orangenen Bands erfüllt die Gebäudefigur weitere zentrale Entwurfsaspekte. Von besonderer Bedeutung waren dabei die Einhaltung angemessener Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden, eine optimale natürliche Belichtung der Innenräume, die Ausblicke aus dem Gebäudeinneren, eine überschaubare Geschossigkeit, die Aufnahme der bestehenden Straßenflucht sowie ein großzügig, südlich orientierter Schulhof und die interne Schulorganisation und Clusteraufteilung

Daten zum Projekt


Planung - 2025

Planer - Hendrik Dörflinger, Fabian Strüder

Daten zum Projekt


Planung - 2025

Planer - Hendrik Dörflinger, Fabian Strüder